2
Jul
2010

Sonnwendfahrt 2010, Überstellung DS PASCAL

Rund um die heurige Sonnwendfahrt nutzten wir die Gelegenheit, den in Renovierung befindlichen Zugdampfer PASCAL zur Rumpfrevision in die Schiffswerft Linz zu transportieren. PASCAL soll ja zum Hafenfest Anfang September seine ersten Runden drehen, Maschine und Kessel sind fast fertig, nun müssen Außenhaut, Wellenlager, Propeller und Ruder kontrolliert und ggf. repariert werden.
So starteten wir, Charly, Oskar, Walter H., Hans und ich, am Freitag, 18.6., um in einer ersten Etappe nach Krems zu kommen. Steigende Pegel und schlechtes Wetter machten die erste Reise nicht einfacher, im "Berndorfer Grabl" unterhalb Altenwörth machten wir 5,5 km/h, in stärkstem Regen und mit halber Sicht...und mit äußerster Kraft, "Hebel auf dem Tisch".
AK-und-PASCAL-am-Steg-in-Krems
Samstag war zunächst ein wenig Entspannung angesagt, nachmittags bereiteten wir, verstärkt um Wilma als Fahrgastbetreuerin, ARTHUR KASPAR für die Abendrunde zur Sonnwendfahrt her. Wettermäßig blieb es eher "englisch" - kühl und feucht - stimmungsmäßig waren wir guter Dinge. Die 25 Chartergäste an Bord genossen ein tolles Spektaktel, in Rossatz schossen die Raketen direkt über unsere Köpfe...und dank des schlechten Wetters waren auch die sonst so geährlichen "Joghurtbecher" (Sportboote) eher spärlich und sehr zivilisiert.

Sonntag morgen bandelten wir den Koppelverband wieder zusammen, und mit einem eleganten Rondo im engen Hafenbecken (bei dem mir am Steuer ganz schön heiß wurde) verabschiedeten wir uns von den Kremser Freunden. Der Kampf gegen die Naturgewalten sollte weiter gehen - Pegel Kienstock erreichte an diesem Tag 540 und mehr Zentimeter, wir fuhren wieder einmal gegen das Wasser an.
Koppelverband-Bergfahrt-Wachau-Foto-Sloboda
Bei Schönbühel (Kuh und Kalb, das Kalb war schon "ertrunken") machten wir heiße 3,5 km/h. Ab Melk war wieder Stauseefahren angesagt, gegen 19:00 erreichten wir Ybbs und entschlossen uns, solange es möglich wäre, weiterzufahren. Die Lände Sarmingstein passierten wir in so guter Zeit, daß wir die Passage des Strudens auch noch wagten und schließlich um 21:15 am WGD-Ponton in Grein festmachten.
Stm-und-Chef
Montag nach dem Morgengrauen erschallte Charlies Weckruf, und um 5:30 zischten bereits die Startventile - weiter gings, gen Linz. Das Machland gestaltete sich zäh und immer zäher, je näher wir der Kraftwerksmauer Wallsee kamen. In Enns kehrten wir bei der AVIA-Bunkerstation ein um ein wenig Gasöl nachzufassen - die Pegelstände hatten meine Spritberechnung ein wenig durcheinandergebracht. Am frühen Nachmittag waren wir bei Karl auf dem EP111 auf Kaffee und frischen, selbstgebackenen Eierlikör-Gugelhupf eingeladen. Großes Hallo und eine wohltuende Abwechslung unseres Speiseplans, der im wesentlichen von den Resten des Sonnwendfahrtbuffets beherrscht war.
Und schließlich erreichten wir den Linzer Winterhafen! Nach dem wohlverdienten Manöverbier kamen noch Sepp, Martin, Wolfgang und Karl-Heinz von der SCHÖNBRUNN zu Besuch, wir konnten die frisch renovierte TRAISEN besichtigen, es war noch ein längerer Abend... :-)
Morgenstimmung-in-Linz
Der Dienstag stand im Zeichen des EXPRESSSCHIFFES ARTHUR KASPAR - denn die Wassermassen, die uns die Bergfahrt so erschwert hatten, sorgten nun für rasante Fahrt und Rekordzeiten.
Abfahrt Linz: 6:00 - Ankunft Korneuburg: 16:15, mehr ist dazu nicht zu sagen. Wir waren froh, wieder daheim zu sein, ohne Probleme und gesund. Die Maschine ist ordentlich "ausgeheizt" worden, was ihr sicher gutgetan hat.
Rueckfahrt-in-Linz
Danke an alle, die diese Fahrt möglich gemacht haben!

...was bisher geschah...

Unser ARTHUR KASPAR hat den Winter zum ersten Mal "warm", d.h. mit in Betrieb befindlicher Zentralheizung, gut überlebt. Wir sind auch bei Schnee, Eis und Kälte, regelmäßig unterwegs gewesen - als schwimmende Bestattungsplattform im Auftrag der Fa. Naturbestattung. Ein Mal mußten wir uns den Weg vom Liegeplatz zur Anlegestelle wirklich durchs Eis freikämpfen, da hat der alte KASPAR erstmals zeigen können, wofür er eigentlich gebaut worden ist...
Ruhepause-nach-dem-Kampf-durchs-Eis
Die üblichen Frühjahrsarbeiten (Rostklopfen, Grundieren, Streichen...) wurden heuer durch die hektische Suche nach einer Ersatz-Einspritzpumpe ergänzt, nachdem sich herausgestellt hatte, daß Pumpe Nr.6 einen ziemlichen "Knacks" abbekommen hatte und nicht mehr förderte. Dank guter Internet- und Technikerkontakte wurden wir in Duisburg fündig und haben nun eine generalüberholte Pumpe (die letzte Ihrer Art) an Bord. Wie immer, auch die alte, angeschlagene Pumpe tut nach ein wenig Zureden, zarten Feilstrichen etc. wieder ihren Dienst. Allerdings haben wir nun die Sicherheit, im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit reagieren und reparieren zu können.
Einspritzpumpe-Nr-6-ausgebaut
Einspritzpumpe-6-zerstoerte-Teile
Walter hat den Bugbereich (Schanzkleid, Decksfläche etc.) nun soweit, daß man sehen kann, wie unser Schiff einmal aussehen soll - in hellen, freundlichen Farben, ohne blanke und rostige Stellen...
Vorschiff-in-richtigen-Farben

22
Jun
2009

Sonnwendfahrt 2009

Unsere erste Mehrtagestour führte uns zur Sonnwendfeier in die Wachau. Freitag, 19.6. starteten wir gemeinsam mit den FHS-Schiffen "Marea", "Frieda" und "Ibis" von Korneuburg Richtung Krems - die erste richtige Langstreckenfahrt lag vor uns, gemischte Gefühle begleiteten uns. Zwei unproblematische Schleusenmanöver und testweise beschleunigte Marschfahrt (um die Maschine einmal etwas auszureizen) zeigten aber, daß unsere Sorgen unnötig waren - ARTHUR KASPARs Herz schlägt wieder im 430 Touren-Takt und hört und fühlt sich "pumperlg'sund" an.

Der Samstag begann zunächst sehr feucht, am späten Vormittag begann es aber aufzureissen, abends war es trocken und wechselnd sonnig und wolkendurchhangen. Problematisch entwickelte sich der Wasserstand der Donau, der Pegel Kienstock war im schnellen Ansteigen, wir sollten die Abendfahrt zum Feuerwerk also genau gegen eine Hochwasserwelle meistern. Wenn man bedenkt, daß ARTHUR KASPAR ca. 16-17 km/h im stehenden Wasser macht, die Donau uns aber stellenweise mit bis zu 12 km/h entgegenkam, kann man sich unsere Fahrt über Grund leicht ausrechnen...
Trotzdem schafften wir es bis Aggstein, wo wir gegen 21.00 rondierten, um gemeinsam mit Otto Bohdals "WIEN" wieder Richtung Spitz zurückzukehren und uns dort in die lange Kavalkade der großen und kleinen Fahrgastschiffe einzureihen. Für unsere Chartergäste war das Spitzer Feuerwerk sicher ein einmaliges Erlebnis, für die Besatzung im Steuerhaus war das im Strom lavieren, nur wenige Meter von anderen Schiffen und Bojen entfernt, eine halbe Stunde Schwerstarbeit...
Nach dem Ende des Spitzer Feuerwerks setzte sich der ganze Schiffskonvoi Richtung Dürnstein in Bewegung, ein einzigartiges Schauspiel, das es in dieser Größe nur zu diesem Termin zu sehen gibt.
In Dürnstein wieder ein Ballett aus in stärkster Strömung rondierenden, zu Tal und zu Berg lavierenden, das Feuerwerk abwartenden Schiffen auf Tuchfühlung - ein Meer von Lichtern auf dem Wasser und in der Luft, bis sich schließlich alles Richtung Berg und Tal auflöst. Wir folgten den DDSG-Fahrgastschiffen in Fahrt mit A.K. zu Tal, das GPS zeigte 27,5 km/h über Grund...
Gegen 23:45 passierten wir die Einfahrt des Behördenhafens, das Abschlußbier unter sternenklarem Himmel schmeckte an diesem Abend extrem gut...:-)
Treffen der Luxusyachten in Krems
Frühstück in Krems
Mit einem gepflegten Frühstück in herrlichstem Sonnenschein wurden wir am Sonntag belohnt, die Talfahrt Richtung Korneuburg verlief ereignislos, einzig das viele Treibgut ("Donaukrokodile"), eine Folge des Hochwassers, war lästig.
ARTHUR KASPAR hat seine Feuerwerkstaufe ohne Probleme überstanden, die buchstäblichen "Erfahrungen" helfen uns nun, unser Programm in die richtige Richtung (Anzahl der Gäste, Fahrstrecken, Schiffsausrüstung etc.) zu justieren.
Nächster geplanter Schiffseinsatz: Kinder-Ferienspiel in Muckendorf am 6.August.

9
Jun
2009

Abenteuer Donaukanal

Die zweite große "Schulfahrt" führte uns in den Donaukanal, wo wir am Samstag, 6.6. am Schiffskorso der "Freunde Historischer Schiffe" zum "Donaukanaltreiben" teilnahmen. Durch die Schleuse Nußdorf sausten wir zu Tal, rondierten bei der Urania und legten in der Kaiserbadschleuse an. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir durch Kpt. Robert Weinberger, der persönlich am Ruder stand und das Schiff mit viel Geschick durch die tückischen Kurven führte. ARTHUR KASPAR erwies sich im engen Fahrwasser als ein wenig eigensinnig...was den Blutdruck ein paar Mal erhöhte und einigen Schweiß (v.a. am Ruder) kostete. DANKE ROBERT!!!
Fotos mit freundlicher Genehmigung durch Zoltán Szánthó.
Bergfahrt-Donaukanal-ganze-Kraft
Henne-und-Kueken
Rast-in-der-Kaiserbadschleuse

5
Jun
2009

Nachlese Bilder Muckendorf

Ankunft in Muckendorf in strömendem Regen
Auch der strömende Regen hielt die wettergegerbte Besatzungnicht davon ab, ein seidenweiches Anlegemanöver vor den Augen der versammelten Menge hinzulegen.
Stur ausheften
Charly, der Donau-Seebär, und Walter, der Bord-Ingenieur,sorgen für Verheftung "state of the art".
volle Konzentration beijm Anlegemanöver im Kehrwasser
Flo beim konzentrierten Herantasten durch die Muckendorfer Charybdis.
drei Kapitäne und ein Schiffsführer - wenn das nur gut geht....
Die traumhafte Abendfahrt in den Sonnenuntergang versöhnte für alle "Feuchtigkeitsschäden"...
Talfahrt nach Korneuburg bei Kritzendorf
So soll es sein - gutes Wetter, gutes Wasser, gutes Foto...

1
Jun
2009

DIE ERSTE AUSFAHRT!

Bis auf das sehr durchwachsene Wetter verlief die erste offizielle Ausfahrt nach mehr als 13 Jahren Stillager ohne nennenswerte Probleme - ein Umstand, der für große Entspannung bei allen mit ARTHUR KASPAR beschäftigten Personen sorgt.
so schoen war der Morgen danach
Wir fuhren am 30.Mai, gemeinsam mit dem Schlepper "Josef" von Korneuburg 12 Kilometer zu Berg, durch die Schleuse Greifenstein nach Muckendorf, um dort beim Hafenfest teilzunehmen. Der übliche "Manöverregen" verfolgte uns den ganzen Tag, erst am Abend klarte es auf und ermöglichte die angesagte "Fahrt in den Sonnenuntergang", die ein tolles Erlebnis für Mannschaft und Gäste war.
MS Muckendorf war der Star der Veranstaltung, da sie an diesem Tag von einer mehrmonatigen Reise von Orleans nach Hause kam.
Am Sonntag, bei der Heimfahrt, schafften wir es, den Regenwolken bis Korneuburg vorauszufahren - erst nach Ende der Anlege- und Verheftmanöver begann es zu tröpfeln!
ARTHUR KASPAR ist natürlich noch längst nicht "fertig", aber nun zumindest in einem Zustand, für den wir uns nicht mehr schämen müssen. Dem kundigen Auge werden natürlich noch unzählige Details auffallen - daher sind auch weiterhin helfende Hände gerne gesehen und willkommen!

21
Mai
2009

Zwischen-Endspurt

Fruehsommer-in-Korneuburg

Bei herrlichstem Sonnenschein, wo andere baden gehen, schuften Peter und Walter an Deck des ARTHUR KASPAR...
Mittlerweile ist die Salonvertäfelung runderneuert und strahlt wie neu, das Steuerhaus erhielt auch eine kosmetische Grundüberholung (abschleifen und einlassen aller Holzteile), nun sind die eher äußerlichen Dinge dran: Schablonieren des Kennzeichens (A-40 135), des Heimat- und Registerhafens (Wien), "Schnellüberholung" der Farbe am Schanzkleid etc. Jedenfalls wird die Arbeit immer mehr, je näher die erste Ausfahrt rückt (ein üblicher Effekt).

5
Mai
2009

Salonsanierung - Fortsetzung

Der Salon ist einer der wichtigsten (und auch einer der am meisten in Mitleidenschaft genommenen) Räume an Bord - dementsprechend lange dauert die grundlegende Sanierung...
Walter hat eine erste Schicht "gagerlgelb" aufgelegt...
Walter hat am "Tag der Arbeit" eine erste Schicht der Endfarbe auf den Salonaußenwänden angebracht - gleich sieht alles viel hübscher aus...
Peter in Action-die letzten Schrauben müssen rein!
Peter hat sich der Aufarbeitung der noch erhaltenen Teile der Wandvertäfelung verschrieben...zunächst mit der Bestandsaufnahme und der Montage,
hier ist schon ein Testfeld fertig
dann mit der behutsamen Auffrischung der Furnierplatten - ein paar Testfelder sind schon fertig!auch steuerbords geht was weiter

27
Apr
2009

Es geht voran!

Salon fertig isoliert, Foto: Walter
Salon fertig isoliert 2 Foto Walter
Während Peter die Woche über am Salon innen weitergearbeitet hat (schaut jetzt wirklich gut aus, mit Dampfbremse, dichten Fenstern und allem was dazugehört), hat sich Walter nun der Salonaußenseite gewidmet - ist nun fertig grundiert und wird in Kürze auch so hübsch "gagerlgelb" wie das Steuerhaus erstrahlen.
Außenansicht am 26.April
Peter und Walter und meine Wenigkeit haben dann auch noch an der Backbordstiege gewütet, ziemlich viel Rost entfernt und Grundfarbe aufgebracht...
Renovierung der Backbordstiege
Rückkühler fertig angeschlossen Foto Walter
Außerdem haben wir in der Maschine den Rückkühler samt Thermostat fertig angeschlossen, den Hilfsdiesel gewartet (Kühlwasserpumpe zerlegt und gereinigt, Ventilspiel eingestellt). Die Ballastpumpe hat im Anschluß während des Probelaufs einen ersten Test klaglos überstanden!
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Parade in Linz
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